Samstag, 4. August 2012

Das Engagement leidet an der Lohnarbeit

Im Juni fand unsere Samstagsdemonstration statt, im Juli gelang es uns nicht. Jahrelang haben wir wirklich 'jeden Monat eine kleine Demonstration' durchgeführt, doch in diesem Jahr konnten wir dem nicht genügen. Für die Gründe verweise ich auf die bedauernswerten Feststellungen in unserem letzten Blogeintrag.

1 Kommentar:

Klemperer hat gesagt…

Ich stelle in Hamburg manchmal fest, daß das Thema "bedingungsloses Grundeinkommen", wichtig, wie es in ausreichender Höhe immer wäre, bei vielen Leuten an Bedeutung verliert. Dabei wäre es wichtig, wenn schon die deutsche "Intellijents"^^ eine ausgeprägte Vorliebe für den tumben Satz "links, und rechts, das gibt es doch nicht mehr" zu hegen scheint, das bge als linkes Projekt weiterzuführen. Eine Demo alle paar Monate wäre auch gut^^, die Demo ist ohnehin seit Jahren wunderbar.

Seit rund 5 Jahren erzählen wir, gar nicht so wenige Leute, über das bge. Viele kennen die Grundlagen nun. Das hat sich geändert. Aber auch die, die es nötig hätten, glauben entweder nicht an eine Verwirklichung, oder sind gleich dagegen, ich habe viele gefragt.

Wie also würde ein bge sich durchsetzen? Bei einer nächsten großen Krise auch im für 65% reichen Deutschland, um die Macht zu sichern? Wohl kaum. Durch die Bemühungen der teils immer mehr ins Esoterische verschwindenden bge-Gruppen, die seit 2009 immerhin viel versuchen? Mir scheint, wenn ich Susanne Wiests blog lese, von da wird nichts kommen. Man ist fast fixiert auf das eine Thema, beachtet keinerlei gesellschaftliche Veränderungen und hinkt auf eine zu unpolitische Weise weit hinterher. ("Das wird von ganz allein kommen, weil die Zeit reif ist"-Theorie.)
Aber die Gesellschaft verändert sich eben seit 2008 dramatisch, ohne daß schon eine "linke Antwort" da wäre.... Viele, nicht nur in bge-esoterischen Kreisen, wissen noch nicht mal, daß es dringend einer bedürfte, auch in Deutschland...

Aktuell faselt man medial über Rösler und die FDP, die lustigerweise die marktradikale SPD als eine Art "sozialistisches Gespenst" präsentieren möchte - mit, (kicher) Steinbrück als Kanzlerkandidaten. Dem Mann, der mit Merkel die Wirtschaftskrise seit 2008 nicht verstanden hatte...ein US-Phänomen, sonst nichts, dachte er...
Was soll man da noch sagen... Rösler könnte auch Westerwelle "sozialistisch" nennen.... Kopf einziehen und ein schönes Buch lesen, einen Film sehen, die warme Oktobersonne bewundern....bis wirklich gebildete Leute, und die finden sich in allen Klassen, endlich auftauchen??^^.


In Südeuropa verarmen auch dank Merkels und der "Troika" Politik Millionen wirklich. Auch dort ist das bge kaum in den Debatten zu finden. Sapperlot. Millionen könnten es brauchen... Mich entnerven zunehmend diese fast anbiedernden Mehrheiten in den bge-Gruppen. So ist es nicht ein bißchen vorwärts gegangen. Also müssen es ein paar tausend Leute wie wir weiter versuchen...